Gefesselt

Er verstand die Welt nicht mehr. Das sollte ein besonderes Wochenende werden. Immer wieder trafen sie sich zum Reden, um letztendlich doch übereinander herzufallen. Dieses Mal hatte sie eine abgelegene Hütte im Wald gemietet. Als sie ihm verheißungsvoll die Hand- und Fußfesseln anlegte und am Bett fixierte, hatte er das für den Auftakt zu einem aufregenden Spiel gehalten. Offensichtlich hatte er sich gehörig geirrt. Wie eine Amazone stand sie vor ihm und strich mit dem Messerrücken über seinen nackten Oberkörper.

„Warum tust du das?“

„Eine Freundin…mehr bin ich für dich nicht? Wir kennen uns ein Leben lang, sind durch dick und dünn gegangen, und du willst nie die Liebe in meinem Blick gelesen haben? Wie blind bist du? Wenn wir nicht zusammen im Bett gelandet wären, könnte ich damit besser umgehen. Als deine Freundin würde ich dir alles Gute wünschen, aber die Dinge liegen nun einmal anders. Ich verstehe dich einfach nicht. Warum willst du jetzt diese Tussi heiraten?

„Weil ich Maja liebe!“

„Wenn ich dich nicht haben kann, dann…“

Das verrückte Glitzern in ihren Augen machte ihm beschissene Angst. War das nun ein Spiel oder war sie wirklich total durchgeknallt? Was, wenn sie wirklich vorhatte, ihn zu töten? Würde sie wirklich so weit gehen? Wie hätte er das ahnen können? Sie hatte nie etwas in diese Richtung angedeutet. Natürlich war ihm ihr geschockter Gesichtsausdruck nicht entgangen, als er ihr beim letzten Treffen von den Hochzeitsplänen erzählte. Aber dass sie austicken könnte, daran hatte er niemals gedacht. Er befand sich in einer misslichen Lage, und hatte nicht die geringste Idee, wie er sich daraus befreien sollte. Als sie sich über ihn beugte, hatte er Angst, sie würde ihm sein bestes Stück abbeißen, aber gottlob war das Gegenteil der Fall. Er entspannte sich wieder, als sich ihre warmen Lippen um seinen Penis schlossen und er tief in ihren feuchten Schlund eintauchte. Doch nur ein perverses Spiel, dachte er erleichtert. Na warte, das nächste Mal bist du fällig. Er stöhnte unter ihren Bemühungen und stand bereits kurz vor der Explosion, als sie langsam auf seinem Schwanz platznahm. Vielleicht half es, wenn er ihr erklärte, dass er sie auch weiterhin treffen wollte. Sie aufzugeben kam ihm gar nicht in den Sinn, dafür war sie ihm viel zu wichtig. Er machte die Augen auf und sah sie triumphierend über sich. Den hübschen Kopf mit dem auffälligen roten Haar hatte sie in den Nacken gelegt. Auf ihrer Haut glitzerten feine Schweißperlen. Ihre Knospen waren steif und muteten auf den weißen Hügeln wie rosa Beeren an. Zu gerne würde er sie kosten. Auch sie stöhnte und er spürte ihren Orgasmus herannahen. Als sie ihre Lust herausschrie, kam auch er.

„Wow, das war wirklich der Hammer! Einen Moment lang habe ich echt geglaubt, du hättest es auf mich abgesehen.“

„Ich könnte dir nie Gewalt antun“, entgegnete sie. Anschließend zog sie das Kleid über, küsste ihn, und verschloss seinen Mund mit Klebeband. „Ich liebe dich.“ Mit Tränen in den Augen nahm sie Abschied und fuhr davon.

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